DFKI: innovative Lösungen für Industrie 4.0 und Mobilität von morgen

22. Mai 2018


Wie lassen sich intelligente Softwaretechnologien für aktuelle Herausforderungen in der industriellen Produktion und im städtischen Verkehr gewinnbringend einsetzen? Auf der Hannover Messe präsentierte das DFKI auf drei Ständen zukunftsweisende Anwendungen und Lösungen: eine Service Plattform zur Optimierung von Produktionsanlagen, intelligente Sensordatenfusion für den Straßenverkehr, Smart Services in der Lebensmittelproduktion sowie innovative Technologien für die Digitalisierung von Produktionsanlagen.

 

Im Verbundprojekt „SePiA.Pro – Service Plattform für die intelligente Anlagenoptimierung in der Produktion“ entwickelt der DFKI-Forschungsbereich Intelligente Analytik für Massendaten gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung eine unternehmensübergreifende, offene und standardisierte Serviceplattform für die produktionsprozessumfassende Effizienzsteigerung in cyberphysischen Industrie 4.0-Fertigungsanlagen. Hierbei setzt das Projekt auf die intelligente Auswertung und Analyse von Sensordaten und Auftragsparametern, die sich durch die Kombination von Mehrwertdiensten, sogenannter Smart Services, die auf den erhobenen Daten aufbauen, realisieren lassen. Die notwendige Portabilität der Services wird dabei durch die Bündelung eines Softwarepakets zu einem Smart Service Archive erreicht.

 

Im Verbundprojekt „SADA – Smart Adaptive Data Aggregation“  entwickelte das Robotics Innovation Center des DFKI zusammen mit Partnern Lösungen für die Fusion heterogener Daten aus verteilten, mobilen Fahrzeugsensoren mit Daten aus zuvor unbekannten stationären und mobilen Infrastruktursensoren, Sensoren in anderen Fahrzeugen oder Mobilgeräten mit dem Ziel einer besseren Umweltwahrnehmung. SADA setzt dieses Konzept mit Hilfe eines sogenannten Range-Extenders um, eines zusätzlichen Anhängers mit Akkus, der eine erhöhte Signalreichweite ermöglicht. Den Auftritt auf der HMI verbinden die Partner mit dem Abschluss des Projektes und demonstrieren die Ergebnisse an dem am Robotics Innovation Center entwickelten robotischen Elektrofahrzeug EO smart connecting car 2. Dank erweiterter Allradlenkung kann das Fahrzeug sowohl seitwärts als auch diagonal fahren und sich auf der Stelle drehen. Zudem ist es in der Lage, seine Morphologie zu ändern und fast 80 cm in der Länge zu schrumpfen.

 

Im Projekt "Smart-Farming-Welt (SmarF)“ arbeitet das DFKI gemeinsam mit mehreren Partnern an einer herstellerübergreifenden Vernetzung von Maschinen im landwirtschaftlichen Pflanzenbau mithilfe einer Serviceplattform. Das Exponat demonstriert neue Smart Services in der Lebensmittelproduktion durch die Nutzung eines sogenannten Data Lakes – einer Art Sammelbecken an Rohdaten von diversen Geräten und Programmen. Dieser entsteht durch den Einsatz von Industrie 4.0-Komponenten, die z.B. bei der Kartoffelernte und bei der späteren Qualitätskontrolle beim Produzenten Daten zur Optimierung von Rohstoff und Ernteprozess bereitstellen. Mittels Deep Learning lassen sich daraus Prognosen zur Qualitätsentwicklung erstellen. Neben dem Verkauf der so „veredelten“ Daten an Rohstoffinvestoren kann der Produzent die Qualität zukünftiger Lieferungen, z.B. durch den Austausch von Kartoffelsorten, so vorab beeinflussen. Der Landwirt profitiert, indem er auf Basis dieser Daten die nächste Erntesaison optimieren kann.

 

(Quelle: http://idw-online.de/de/news692199)