AI4EO – ESA und DFKI starten Innovationsschmiede für KI in der Erdbeobachtung

SA InCubed und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) haben einen Vertrag zur Unterstützung einer neuen Entwicklungsinitiative mit dem Schwerpunkt KI für die Erdbeobachtung unterzeichnet. Das Programm der AI4EO Solution Factory sieht die Einrichtung einer Innovationsschmiede vor, in der die KI-Experten des DFKI mit Industriepartnern an neuen Geschäftsszenarien im Bereich der Erdbeobachtung arbeiten.

 

15. Oktober 2021


Erdbeobachtung (Earth Observation – EO) findet ein immer breiteres Anwendungsfeld, von der Vorhersage von Ernteerträgen und der Erkennung der Bodenbedeckung bis hin zu Stadtplanung und Katastrophenmanagement. Angesichts der schieren Menge der erzeugten Daten ist eine einfache manuelle Analyse kaum noch praktikabel, sodass automatische Werkzeuge wie KI oder, genauer gesagt, maschinelles Lernen (ML) erforderlich sind.

Kollaborative Umgebung für neue Geschäftsszenarien.

Um solche Werkzeuge für kommerzielle Anwendungen bereitzustellen, wird am DFKI in Kaiserslautern die AI4EO Solution Factory eingerichtet. Die vom ESA-Programm InCubed kofinanzierte und zunächst auf drei Jahre angelegte Initiative wird die Marktkenntnisse der Industriepartner mit der KI-Expertise des DFKI kombinieren, um maßgeschneiderte Algorithmen für verschiedenste Anwendungen auf Basis von Satellitendaten bereitzustellen.

Der Finanzierungsvertrag wurde gestern auf der diesjährigen ESA Φ-week Veranstaltung bestätigt. Toni Tolker-Nielsen, amtierender Direktor der ESA für Erdbeobachtungsprogramme, sagte bei der Unterzeichnung: �„Ich freue mich sehr, hier beim Start dieser Initiative dabei zu sein, die die erste ihrer Art ist, die von der ESA unterstützt wird. Wir sehen ein großes Potenzial in der AI4EO Solution Factory, und ich freue mich darauf, ihre Fortschritte bei der Bereitstellung von KI-gestützten EO-Lösungen für Kunden zu verfolgen.“

„Die AI4EO Solution Factory schafft eine kollaborative Umgebung, um auf Basis der kombinierten Expertise von DFKI und ESA, neue Geschäftsszenarios im Bereich der Erdbeobachtung zu erschließen und dafür maßgeschneiderte KI-Lösungen für Partner und Anwender zu entwickeln. Unser Anfang des Jahres gegründetes Transferlab ESA_Lab@DFKI bietet den perfekten Rahmen um auch über die bereits laufenden Projekte hinaus weitere Bedarfe an Technologien in ESA-Projekten zu erforschen und die moderne Raumfahrt und sich daraus ergebende Geschäftsszenarien mit neuesten KI-Methoden mitzugestalten“, sagt Prof. Dr. Andreas Dengel, Geschäftsführer des DFKI in Kaiserslautern und Leiter des Bereichs Smart Data & Knowledge Services.

 

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